verfasst, am 8. Juli 2020 von Annika

Der Muonionalusta-Meteorit

Der Meteorit

Der Muonionalusta-Meteorit wurde 1906 im Grenzgebiet zwischen Schweden und Finnland entdeckt.

Er ist wahrscheinlich vor ca. einer Millionen Jahre auf die Erde gefallen und entstand vor rund 4,56 Milliarden Jahren im Weltall.

Die Gesamtmasse des Meteoriten beträgt 230 Kilogramm.

Er gehört zu den Eisenmeteoriten, was heißt, dass er sich Hauptsächlich aus Eisen und Nickel, das durch Schmelzen kristallisierte, zusammensetzt und eine für für diese Meteoriten typische Struktur bildet.

Die Wiedmannstätten-Struktur

Oktaeder

Eisenmeteoriten identifiziert man an der für sie charakteristischen Wiedmannstätten-Struktur, die in ihrem Inneren entsteht und nur durch eine bestimmte Prozedur sichtbar gemacht werden kann.

Diese erkennt man hier als Muster aus lamellenartigen bis dreieckigen Figuren.

Die eigentliche geometrische Grundform dieser Struktur ist aber ein Oktaeder.

Da ein Oktaeder allerdings eine dreidimensionale Figur ist, sieht man als Wiedmannstätten-Struktur nur die zweidimensionalen Umrisse des durchgeschnittenen Oktaeders.

Um diese Umrisse sichtbar zu machen, müssen die Meteoriten angeschliffen, poliert und mit Salpetersäure angeätzt werden.

Die Entstehung der Strukturen

Wiedmannstätten-Struktur

Damit die Wiedmannstätten-Struktur entstehen kann, müssen die Eisen und Nickel Minerale Kamacit und Taenit sehr langsam abkühlen, das heißt 1-100° Celcius pro 1ne Millionen Jahre.

Dieser Prozess findet zwischen 700 und 450° Celcius statt, wenn das Kamacit entlang der Kristallstruktur des Taenits kristallisiert. Dann entstehen Kamacitplatten, die sich so zueinander anordnen wie die Flächen eines Oktaeders.

Aufgrund der extrem langen Abkühlungszeit, ist diese Struktur auch ein eindeutiger Beweis dafür, ob ein Eisenmeteorit vorliegt, da es unmöglich ist diese Struktur in der Größe auf der Erde nachzubilden.

Der Aletai-Meteorit

Der Aletai-Meteorit wurde 1898 in Xinjiang in China entdeckt und ist ein weiteres Beispiel für einen Eisenmeteoriten.

Er besaß eine Gesamtmasse von ca. 50 Tonnen und seine Einzelteile wurden beim Einschlag über ein Gebiet von ca. 425 Kilometer Länge verteilt.

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