Neuigkeiten aus dem Maker Space

Am Fahrrad werkeln

Im Maker Space findet sich auch ein Fahrrad-Montageständer zum Werkeln und Reparieren unserer stählernen besten Freunde. Fahrrad einspannen. Lieblings-Videoanleitung nebenbei laufen lassen. Und sich ans Schrauben machen. Der Experimenta-Platz eignet sich bestens zum Probefahren.

von Carolin Pyzalski
veröffentlicht am 24. Juli 2020
Schachfiguren

Schachfiguren bieten eine super Möglichkeit gestalterisch tätig zu werden. Diese hier sind mit der freien CAD-Software Fusion 360° modelliert.

von Andreas
veröffentlicht am 11. Juli 2020
Der Muonionalusta-Meteorit

Der Muonionalusta-Meteorit wurde 1906 im Grenzgebiet zwischen Schweden und Finnland entdeckt.

Er ist wahrscheinlich vor ca. einer Millionen Jahre auf die Erde gefallen und entstand vor rund 4,56 Milliarden Jahren im Weltall.

von Annika
veröffentlicht am 8. Juli 2020
Bienenwachstücher herstellen

Mit Bienenwachstüchern lassen sich offene Gefäße abdecken oder auch sonstige Lebensmittel praktisch einpacken, damit sie nicht austrocknen. Mit bunten Stoffresten aus der Textilwerkstatt und der Heißpresse lassen sich die Tücher sehr einfach herstellen.

von Carolin Pyzalski
veröffentlicht am 30. Juni 2020
Rückblick und Ausblick auf die FaceShield-Produktion

Die letzten 10 Wochen haben wir im Maker Space FaceShields produziert und an verschiedene Einrichtungen verteilt. Außerdem haben wir als Hub für Maker vs Virus die 3D-Druck Community im Raum Heilbronn organisiert.

von joni
veröffentlicht am 20. Mai 2020
Mund- und Nasenmasken

Wir produzieren bei uns in der Textilwerkstatt des Maker Space einige … okay, sehr viele … Mund-und Nasenmasken für unsere Mitarbeitenden. Unsere Masken sind für eine Massenproduktion designed und sind für Mittel zuhause nicht ausgelegt. Hier wollen wir Euch einen Einblick geben, denn Anleitungen finden sich ja im Internet genug. Vielleicht könnt ihr trotzdem einige Tipps mitnehmen.

von Carolin Pyzalski
veröffentlicht am 23. April 2020
Workshop: Eigenes WordPress Theme entwickeln

WordPress ist an vielen Stellen anpassbar. Dieses Mal wollen wir uns ansehen, wie wir das Layout anpassen indem wir ein eigenes Theme entwickeln.

von joni
veröffentlicht am 19. April 2020
Workshop: WordPress als Content Management System

Wordpress ist ein Content Management System. Das bedeutet, dass es Menschen in die Lage versetzt Websites ohne Programmieraufwand zu erstellen. Es ist 2003 gestartet und hat mittlerweile ca 60% (Statista) des Marktes für CMS-Systeme im Internet für sich.

von joni
veröffentlicht am 14. April 2020
Workshop: Grundlagen JavaScript

Die Beiträge der Serie im Überblick:

Bisher ging es in der Webdevelopment-Serie um HTML und um CSS. Dabei haben wir gelernt, dass HTML eine Art grundlegende Struktur für Dokumente ist und das nahezu alle Dokumente im Internet darauf aufbauen. Mit CSS haben wir gelernt, was Styles sind und wie wir damit HTML-Seiten gestalten können.

Das wichtigste ist erstmal zu sagen, dass JavaScript nichts mit der Programmiersprache Java zu tun hat. Zumindest inhaltlich nicht. Seinen Name verdankt JavaScript einzig der Popularität von Java. Die ursprünglich unter dem Name “LiveScript” veröffentlichte Sprache

JavaScript einbinden

Damit der Browser überhaupt von meinem JavaScript etwas wissen kann, muss der Code irgendwie übermittelt und eingebunden werden. JavaScript kann entweder direkt im HTML eingebettet werden oder in einer gesonderten Datei abgelegt und im HTML referenziert werden.

In diesem Beispiel wird das JavaScript direkt im HTML eingebunden. Dazu wird der <script></script> Tag verwendet. Das Attribut type=”text/javascript” ist mittlerweile nicht mehr notwendig. Allerdings sollten nur sehr kleine Scripte direkt eingebunden werden. Große Scripte werden zum einen unübersichtlich und zu große Dokumente dauern länger herunter zu laden.

<html>
    <head>
    </head>
    <body>
        <script type="text/javascript">
          // JavaScript kann entweder direkt im HTML eingebettet werden
          console.log("Hallo Welt");
        </script>
    </body>
</html>

Vorteil von separaten JavaScript Dateien ist natürlich, dass die einzelnen Dateien nicht so umfangreich werden aber auch, dass die Dateien parallel herunter geladen werden können. Das beschleunigt den Download massiv.

Um JavaScript in eine separate Datei auszulagern müssen wir diese Datei erstmal anlegen. Dabei muss die Datei eine *.js Dateiendung bekommen. Diese Datei kann jetzt wieder mit dem <script> Tag eingebunden werden. Dabei wird das Attribut src=”script.js” gesetzt um auf die externe Datei zu referenzieren.

<html>
    <head>
    </head>
    <body>
        <!-- oder aber in einer externen Datei liegen -->
        <script src="./script.js"></script>
    </body>
</html>

Die JavaScript-Datei enthält dann nur noch den JS-Code.

Variablen

Beginnen wir mit etwas sehr Grundlegendem. In jeder Programmiersprache gibt es so genannte Variablen. Variablen sind Strukturen um Daten zu speichern. Dabei ist es erstmal relativ unwichtig was um was für Daten es sich handelt. Ein Text wird genau so in eine Variable gespeichert wie eine Zahl. Das sind auch schon die ersten beiden wichtigen Variablentypen. In den meisten Programmiersprachen ist es unbedingt wichtig, dass in einer Variable vom Typ “Zahl” (in anderen Sprachen gibt es natürlich sehr viele unterschiedliche Arten von Zahlen) kein Text gespeichert werden kann. JavaScript ist der Typ einer Variable eigentlich erstmal egal. Zusätzlich zu Texten und Zahlen gibt es noch die Booleans. Das sind Wahrheitswerte die lediglich zwei Zustände haben können. Diese beiden Zustände sind natürlich wahr oder falsch oder auf englisch true oder false.

let text = "Hallo Welt";
let zahl = 42;
let boolean = true;

Dabei sagt let dem Computer, dass wir eine Variable definieren wollen. Danach kommt der Name der Variable. Wir haben z.B. text bzw. zahl gewählt. Variablennamen sollten immer möglichst genau beschreiben, was in der Variable liegt ohne dabei zu lang zu sein. Eine Variable in der die Besucherzahl des heutigen Tages im Maker Space liegt könnte daher besucher_heute aber eher nicht bh oder anzahl_der_besucher_heute_im_maker_space heißen.

let bh = 40"; // zu wenig aussagekräftig
let anzahl_der_besucher_heute_im_maker_space  = 40; // zu lang
let besucher_heute = 40; // sieht gut aus

Nach dem Gleichheitszeichen kommt dann der eigentliche Wert. Dabei ist die Schreibweise je nach Variablentyp unterschiedlich (aber joni, du hast gesagt JavaScript ist der Typ egal – jaja). Dabei ist es wichtig, das Texte in Anführungszeichen (“text”) kommen. Bei Zahlen ist das nicht notwendig (aber JavaScript interpretiert es _meistens_ auch mit Anführungszeichen korrekt, ist aber ungünstig)

Bestimmte Worte können nicht als Variablenname verwendet werden. Dabei handelt es sich um “Reserved Statements” die eine besondere Bedeutung haben. z.B. kann keine Variable let heißen, da das der Idendifier für eine neue Variable ist.

Mit Variablen kann direkt gerechnet werden. Dazu gibt es verschiedene Operatoren. Wichtig ist dabei, dass bestimmte Operatoren auch für Typen verwendung finden, die keine Zahlen sind. Bei Texten wird die zweite Variable an den Text angehängt. Das kann genutzt werden um Texte zusammen zu setzen. Aber es setzt auch Zahlen und Texte zusammen.

let zahl1 = 4;
let zahl2 = 6;
let ergebnis1 = zahl1 + zahl2; // ergebnis ist 10
let ergebnis2 = zahl1 * zahl2; // ergebnis ist 24

let text1 = "hallo ";
let text2 = "welt";
let ergebnis3 = text1 + zahl1; // ergebnis ist "hallo welt4"

von joni
veröffentlicht am 6. April 2020
Pflanzenschildchen lasern

Hier findet ihr eine Anleitung, wie sich die Pflanzenschildchen selber im Maker Space herstellen lassen. Auf der Vorderseite sind die Namen der jeweiligen Pflanze zu finden und auf der Rückseite weitere super praktische Pflege- und Gießhinweise.

von Carolin Pyzalski
veröffentlicht am 2. April 2020
Workshop: CSS – Styling für Websites

CSS steht für Cascading Style Sheets. Es dient dazu die eigentliche Gestaltung einer Website vom Inhalt zu trennen. Solche Techniken werden in der Softwareentwicklung gerne verwendet (Separation of Concerns).

von joni
veröffentlicht am 30. März 2020
Hilfe aus dem 3D-Drucker

Viele verschiedene Initiativen haben in den letzten Tagen und Wochen angefangen die dringend benötigte Schutzausrüstung mit ihren Mitteln herzustellen. Dazu zählt besonders das Drucken von FaceShields mit dem 3D-Drucker. Und genau da brauchen wir euch.

von joni
veröffentlicht am 29. März 2020
FaceShields aus dem 3D Drucker

Zusammen mit vielen anderen Makern und Makerinnen aus der ganzen Welt drucken wir im Maker Space aktuell Face Shields für Notärzte, Arztpraxen, Polizeiärzte und andere medizinische Stellen. Was wir tun und eine Anleitung zum selbst Drucken kommt jetzt in diesem Blogeintrag.

von joni
veröffentlicht am 27. März 2020
Streaming Setup

Seit dem wir auch den Maker Space geschlossen haben sind wir immer mal wieder auf Sendung. Wir haben da mittlerweile etwas experimentiert und unser Setup immer wieder verändert, angepasst und ausgebaut.

von joni
veröffentlicht am 26. März 2020
Workshop: HTML Grundlagen – Deine erste eigene Website

Das Internet ist mehr als die kleine Box, die irgendwo in nahezu jeder Wohnung zu finden ist. Unser Internet besteht aus einer Vielzahl an Dokumenten, Bildern und Informationen. Doch wie kommen diese Informationen in ein Format, was auf dem Handy und dem PC, auf Tablets und sogar der XBOX gut aussieht?

von joni
veröffentlicht am 24. März 2020
Workshop: Ägyptische Hieroglyphen

Unter Leitung einer ausgebildeten Ägyptologin führten wir einen Workshop durch, in dem den Teilnehmer/innen die Schriftzeichen des antiken Ägyptens näher gebracht wurden.

Im Rahmen des Workshops bauten und bemalten die Teilnehmer/innen das antike ägyptische Brettspiel “Senet” (Durchgang) aus lasergeschnittenen Holzteilen.

Nach einer interessanten theoretischen Einführung über die ägyptische Kultur, begannen die Teilnehmer/innen mit einfachen Übersetzungen …
… und das Zeichnen der Hieroglyphen zu üben.
Die Teile des Spielekastens (Birkensperrholz) werden mit feinem Schleifpapier von den (beim Laserschneiden kaum vermeidbaren) Brandspuren befreit.
Die Spielsteine bestehen aus Rund- und Kanthölzern (Buche). Sie werden auf Länge gebracht mit Gehrungslade und Feinsäge. Die Kanten werden mit Hilfe von Schlüsselfeilen gebrochen und die Sägeflächen mit Schleifpapier geglättet.
Mit Acrylfarben werden die Holzteile des Spieles bemalt.
Die Hieroglyphen werden mit Bleistift vorgezeichnet und dann mit dem Pinsel aufgemalt.
Feine Pinsel, Geduld und eine ruhige Hand sind wichtig.
Das Verleimen der Teile erfolgt mit Schraubzwingen.
Eine der fertigen Kisten. Die Oberseite bildet das Spielfeld. Es besteht aus zwei abnehmbaren Teilen. In der Kiste können die Spielsteine und Wurfhölzer (“Würfel”) aufbewahrt werden.
Das Spiel ähnelt Mensch-ärgere-dich-nicht. Im antiken Ägypten stellt es die Reise verstorbener Seelen durch die Unterwelt dar. Die verschiedenen Hieroglyphen auf den Spielfeldern helfen oder behindern den Spieler.

von Andreas
veröffentlicht am 22. Februar 2020
Welche Nähnadel für mein Projekt?

Welche Nadeltypen gibt es eigentlich? Welche Nadel ist die richtige für mein Textil oder Projekt? Woran erkenne ich die jeweilige Nadel und was unterscheidet sie von den anderen? Welche Nadelgröße sollte ich verwenden?
Unten habe ich Euch ein paar hilfreiche Informationen zusammengesucht und etwas aufbereitet. Auf ein gutes Gelingen

von Carolin Pyzalski
veröffentlicht am 12. Februar 2020
Hosen stopfen

Über alle Peinlichkeit erhaben, poste ich ein in der heutigen Gesellschaft eher unangenehmes Thema. Zerfetzte und zerschlissene Jeans gibt es schon seit einigen Jahren auf dem Markt zu kaufen. Man sollte meinen, dieser Trend hätte mich darin bestärkt, meine zerschlissenen Jeans jeweils zu stopfen. Aber so richtig funktioniert, hat das nicht. Denn ich kenne noch keine Hose, die mit aufgeriffeltem Stoff oder richtigen Löchern im Schritt punktet.

von Carolin Pyzalski
veröffentlicht am 11. Februar 2020
Work in Progress – Wetterstation als Arduino Workshop

Ich möchte dieses Jahr gerne einen Einsteigerworkshop in Arduino anbieten, der etwas mehr ist als nur Grundlagen kennen lernen und LEDs blinken lassen. Dazu habe ich mir ein kleines Projekt überlegt, dass auch einen echten Nutzen hat – zusammen mit den Teilnehmenden will ich eine kleine Wetterstation bauen.

Die Hardware besteht dabei aus zwei Arduino Nanos, zwei NRF24, einem DHT22 und einem kleinen OLEd Display.

Das PCB wird dabei so designed, dass keine Lötarbeiten während des Workshop notwendig sind. Alle Komponenten können auf Buchsenleisten gesteckt werden. Damit können sich alle mehr auf die Grundlagen der Programmierung konzentrieren und trotzdem die einzelnen Komponenten kennenlernen.

Das Projekt soll auf den Sindelfinger Wissenstagen das erste mal getestet werden und dort mit Personen zwischen 10 und 15 Jahren aufgebaut und in Betrieb genommen werden.

Alle Ressourcen rund um das Projekt inklusive der Platinen zum selbst fertigen findet ihr auch auf GitHub unter https://github.com/maker-space-experimenta/workshop-weather-station

Platine fräsen – Quick Tip

Die Platine ist in KiCad entwickelt. Tutorials und Anleitungen dazu finden sich einige im Internet und sicher wird da auch hier mal etwas zu erscheinen. Für den Moment klammere ich diesen Part aber aus.

Der fertige Schaltplan wird im PCB-Designer in KiCAD gesetzt und mit einer ersten groben PCB-Outline versehen. Damit kann alles als DXF exportiert werden.

Platinenlayout in KiCAD

Der DXF Export befindet sich in KiCAD im “Plotten” Dialog. In dem Dialog muss zuerst das Plotformat auf DXF umgestellt werden. Danach ist es sinnvoll die Bohrlochmarkierungen einzuschalten und auf “Tatsächliche Größe” einzustellen. Außerdem sollte alles in Millimetern exportiert werden.

Die DXF kann dann in eine Skizze in Fusion360 importiert werden. Dort habe ich die Leiterbahnen auf 0.2mm extrudiert. Aus diesem 3D Modell werden dann die CAM-Daten erstellt. Wichtig ist dabei darauf zu achten, dass die DXF aus KiCAD das PCB von der Oberseite zeigt und es entsprechend gespiegelt werden muss bzw. nach unten an das PCB verschoben werden muss. Außerdem müssen die Bohrlöcher extrudiert werden um später mit der Bohren-Strategie arbeitn zu können.

Jetzt können wir zum Arbeitsbereich “Fertigen” wechseln. Dort legen wir als erstes ein Setup an. Ich verwende relativen Quader ohne Abstände.

Nachdem das Setup angelegt ist können die Strategien angelegt werden. Als erstes sollen die Löcher gebohrt werden. Dazu verwende ich einen 1mm Bohrer und die Bohren-Strategie. Da der Bohrer sehr dünn ist habe ich den Eintauchvorschub mit 200mm/s angesetzt.

Als zweite Strategie habe ich eine 2D Kontur für die Leiterbahnen angelegt. Das verwendete Werkzeug ist ein 45 Grad Gravierstichel. Wichtig ist, dass der Stichel sehr scharf ist, da sonst starke Krate entstehen und das Fräsbild nicht verwendbar ist.

Als letztes bin ich mit einem 4mm Fräser die Außenkontur des PCB angefahren.

Gespannt habe ich alles mit doppelseitigem Klebeband auf einer zuvor plan gefrästen Holzplatte.

Alles zusammen gelötet sieht dann übrigens so aus:

von joni
veröffentlicht am 9. Februar 2020
Laufmaschine – Bausatz für Maker Faire, Morgenmacher und so.

Für interne und externe Veranstaltungen ist es immer gut Bausätze in der Schublade zu haben, die in sog. “Mitmachstationen” interessierten Besucher*innen angeboten werden können. Insbesondere jüngeres Publikum will bei Aktionen wie dem Morgenmacher-Festival was zu tun haben. Also haben wir eine kleine Maschine gebaut, die sich auf unkonventionelle Weise fortbewegt. Da sie einen rauen Untergrund benötigt, erhielt sie dann die offizielle Bezeichnung “Teppichläufer”.

Der Läufer in fertig aufgebautem Zustand. Je nach Polung des Motors bewegt er sich nach links oder nach rechts. Wenn er sich im Bild nach links bewegt, ist er etwas schneller, bewegt er sich nach rechts, kann er besser klettern. Er kann Anstiege bewältigen und Stufen von über 5 cm herabsteigen (siehe Video unten).

Die wesentlichen Komponenten des Läufers bestehen aus 2,8mm starkem HDF (Hochdichte Faserplatte). Sie wurden mit unserem Lasercutter ausgeschnitten. Bei der “Frontplatte” (rechts neben der HDF-Platte) handelt es sich um Finnische Holzpappe (3mm). Diese kann von den Teilnemer/innen am Ende bemalt werden.

Der Bausatz aus HDF.

Materialliste:

  • HDF-Bausatz
  • Sekundenkleber
  • 1x Rundholz d=4mm, Länge 100mm
  • 3x Rundholz d = 4mm, Länge 12mm
  • 1x 3mm Metallachse 70mm
  • 1x 3mm Metallachse 40mm
  • 2x Kabelschuhe 2,8mm
  • 1x 1,5V Batteriekasten
  • 1x 1,5V Batterie
  • 1x DC-Motor / Mabuchi FF-180SH (Pollin Electronic)
  • 2x Doppelzahnrad Modul 0,5 – 62/12 Zähne / Bohrung 2,9 (Traudl-Riess, Nr. 02.004.0)
  • 1x Ritzel Modul 0,5 – 12 Zähne / Bohrung 1,9 (Traudl-Riess, Nr. 02.006.0)
  • 2x Distanzklemmen für Welle 0,3mm (Traudl-Riess, Nr. 01.321.5)
  • 1x Flachstab 3 Loch („Construction-Material“ – Traudl-Riess, Nr. 27.031.5)
  • 2x Schraube M4 x 14 Sechskantkopf
  • 2x Mutter M4
  • 2x Sicherungsmutter M4
  • 4x Holzschraube: 2,9mm x 6,5 – Stahl verzinkt – ISO 7049 / DIN 7981

Was wir vorbereiten, ist das Abisolieren und die Ausstattung der Kabel des Batteriekastens mit Kabelschuhen, da dieser Arbeitsschritt für viele der jüngeren Teilnehmer zu schwierig ist. Die Kabelschuhe werden dann im 90°-Winkel umgebogen. Das erleichtert später die Befestigung an den Motor-Anschlüssen.

Für den Kippschalter wird das schwarze Kabel aufgetrennt und abisoliert.

Die Kabelenden werden mit den kleinen Holzschrauben befestigt. Die Schraubenköpfe berühren sich nicht. Ein Flachstab aus Stahl sorgt dann für die Schließung und Unterbrechung des Stromkreises.

Die Teile des Grundkörpers sind nur zusammengesteckt, nicht verklebt. Der Laser ermöglicht das Fertigen genauer Passungen. Bei schwankenden Stärken der Platten (was je nach Charge durchaus sein kann), müssen sie ggf. angepasst werden. Generell fertige ich die Passungen lieber ein wenig zu eng, als zu locker. Mit Schlüsselfeilen können die Zapfen leicht angepasst werden. Einsatz von Klebstoffen (bei zu lockeren Passungen) kann bei Mitmachstationen problematisch werden.

Die 3mm-Wellen von Opitec passen sehr gut zu den Doppelzahnrädern von Traudl-Riess. Diese sitzen so fest auf den Wellen, dass sie sich auch dann nicht verdrehen, wenn der Teppichläufer im Kampf mit einem anderen verkeilt. Anfänglich war das Durchrutschen des Zahnrades auf der Welle ein Problem, sodass wir testeten, ob sie sich mit Sekundenkleber festkleben lassen (was nicht ging) und schon erwogen, diese in einem aufwändigen Verfahren mittels 1mm-starkem Federstahl mit den Wellen zu verstiften.

Die Zahnräder sitzen sehr fest auf den Wellen. Wir haben sie mit Hilfe eines Hammers und eines kurzen Rohres auf die Wellen getrieben.

Die Abstände der Wellen müssen genau stimmen, damit die Zahnräder ineinander greifen. Das Getriebe muss auf jeden Fall leichtgängig sein. Es ist empfehlenswert verschiedene Abstände auszuprobieren, bzw. sich langsam an die optimalen Maße heranzutasten.

Das Getriebe sorgt für eine passende Drehzahl und ausreichenden Drehmoment.

Die Exzenterscheiben sind mit Langlöchern ausgestattet, damit man die Stellung der “Beine” nach der Montage noch korrigieren kann. Die Schrauben zunächst ungefähr in der Mitte der Langlöcher befestigen.

Die Exzenterscheiben für die Beinbewegung.
Die Exzenterscheiben sitzen sehr fest auf der Welle. Eine Zange erleichtert das Aufschieben. Einige Teilnehmer/innen benötigen hierbei Hilfe.

Damit die Exzenterscheiben wirklich fest auf den Wellen sitzen, ist es unausweichlich sie mit Hilfe von kleinen Scheiben und Sekundenkleber “anzuflanschen”. Die kleinen Scheiben lassen sich (auch von Kindern) leicht auf den Wellen verschieben. Die Exzenterscheiben sitzen stramm. Bei dieser Montage ist v.a. bei jüngeren oder weniger versierten Teilnehmern Hilfe nötig.

Die kleine Scheibe wird an die Exzenterscheibe gepresst. Der Sekundenkleber gewährleistet eine feste Verbindung zwischen den Scheiben und der Stahlwelle.

Einer der wichtigsten Faktoren für das Funktionieren des Läufers ist die Stellung der Schrauben der gegenüberliegenden Exzenterscheiben. Darauf muss während des Verklebens unbedingt geachtet werden. Wenn die erste Scheibe befestigt ist, bringt man die Schraube auf die 12:00 Uhr-Position (indem man am kleinen Zahnrad auf der Motorwelle dreht). Auf der anderen Seite wird die Scheibe dann so befestigt, dass deren Schraube sich höchstens auf 14:30 befindet. Der Winkel der Schrauben zueinander, darf nicht größer als 90° sein. Ansonsten dreht sich der Läufer auf den Rücken (was stets zur Erheiterung der Teilnehmenden führt.) Je kleiner der Winkel zwischen den Schrauben, umso kleiner sind die Schritte, die der Läufer macht. Er ist dann nicht so schnell unterwegs, kippt aber auch nicht so leicht um. Am lustigsten sieht die Bewegung allerdings aus, wenn der Winkel möglichst groß ist. Durch die Langlöcher, kann auch im Nachhinein noch eine Feineinstellung erfolgen.

Mit Hilfe einer derartigen (lasergeschnittenen) Vorrichtung, können auch Kinder mit einer Puksäge Rundhölzer auf Länge sägen. Sie wird mit einer Schraubzwinge für Laubsägebrettchen am Tisch befestigt. Das Rundholz liegt in einer “Führungsschiene”. Es ist nicht viel Kraft nötig das Rundholz während des Sägens festzuhalten.

Auch Kinder können mit dieser Sägevorrichtung umgehen.

Die “Beine” werden auf einer Seite mit “Rädern” ausgestattet. Die Räder sitzen fest auf der Rundholz-Achse und die Achse dreht sich in der Bohrung des “Beines”. Bei der Montage ist darauf zu achten, dass die Räder nicht bis ganz an das Bein heran geschoben werden. (Die Achse braucht ein wenig Spiel.)

Die Räder an den Beinen erleichtern das Vorwärtskommen des Teppichläufers.

Die Beine werden mit einer Sicherungsmutter auf den Schrauben der Exzenterscheibe gehalten. Natürlich dürfen die Muttern das “Bein” nicht fixieren. Die Sicherungsmuttern verhindern lediglich das Herabrutschen. Das Spiel darf aber auch nicht zu groß sein, weil die “Beine” dann zu stark wackeln.

Das Bein sitzt locker auf der Schraube. Die Sicherungsmutter verhindert das Herabrutschen.

Das Rundholz lässt sich mit ein wenig Kraft durch die Bohrungen des Korpus führen. Es muss fest sitzen.

Mit Hilfe der Kippschalter-Konstruktion wird der Stromkreis geöffnet und geschlossen. Der Flachstab sorgt für den Kontakt zwischen den Schraubenköpfen, unter denen die Litzen festgeklemmt sind.

Wird der Flachstab gekippt, berührt er die beiden Schraubenköpfe und schließt so den Stromkreis.

Die eigentümliche Schnittform der “Schalter-Platte” gewährleistet, dass die Schraubenköpfe durch den Flachstab ein wenig nach außen gedrückt werden. Somit besteht ein satter Kontakt zwischen den stromführenden Teilen. Das zuverlässige Schließen und Öffnen des Stromkreises war lange ein ungelöstes Problem. Wir haben einige Dinge ausprobiert und Daniel hat sich schließlich diese Variante ausgedacht.

Ein Video des Läufer in Aktion findet ihr hier

von Andreas
veröffentlicht am 7. Februar 2020
Habibi – eigene Stickerei im Satinstich

Hier findet ihr eine kleine Anleitung, wie man eigene Designs sticken kann. Dafür nutze ich die Grafiksoftware Adobe Illustrator und die Sticksoftware Premier +2 Embroidery. Es geht vor allem um ein ordentliches Ergebnis mit dem Satinstich, um einen schönen 3D-Effekt zu erzeugen.

von Carolin Pyzalski
veröffentlicht am 5. Februar 2020
Overlock | Wave-Paspel

Unsere Baby-Lock-Maschine “Gloria” ist unser Wunderkind. Sie näht, sie schneidet, sie verziert, sie versäumt, sie bleibt dehnbar, sie perlt und, und, und.
Jetzt wird es auch mal langsam Zeit, dass wir die weiteren Nähfüße und deren Funktionen kennenlernen. Zu Beginn beschäftige ich mich mit dem Perlenfuß, da ich eine Anleitung entdeckt hatte, um eine Wave-Paspel zu erstellen.

von Carolin Pyzalski
veröffentlicht am 31. Januar 2020
Schuppenpanzer mit dem Laser Cutter

Beim scrollen auf Twitter bin über einen Tweet mit einem coolen Bild gestolpert -> https://twitter.com/MoragHickman/status/1221903904054661122

Einen Laser Cutter haben wir auch und jeder wollte schon immer einen Schuppenpanzer haben. Also kurz etwas schwarzen Filz geschnappt und eine Zeichnung angefertigt.

Das Ergebnis kann sich nach ca 30 Minuten Arbeit schon sehen lassen. Mal sehen, was sich daraus noch so alles bauen lässt.

Die Datei zum nachlasern findet ihr hier https://www.thingiverse.com/thing:4130554

von joni
veröffentlicht am 28. Januar 2020
Mit Sieben drucken

Ein weiterer toller Workshop zum Thema Siebdruck. Alle Teilnehmenden haben eigene Motive gestaltet. Manche gezeichnet und aus Backpapier Schablonen geschnitten, einige andere wurden mit dem Plotter ausgeschnitten.

von Carolin Pyzalski
veröffentlicht am 25. Januar 2020
Jack rabbit slims twist contest

Zu unserem After Work Event in der experimenta wurde nebenbei die Stickmaschine laufen lassen, um zu zeigen, was auch in der Textilwerkstatt alles möglich ist. Weil mich nun so viele Leute bei unserem After Work Event gefragt hatten, was ich denn mit der Stickerei anfange, habe ich gedacht, ich lasse Euch daran teilhaben. Ich brauche noch ein Cover für meinen Notizblock, damit die Papiere im Rucksack nicht verknicken. Und hier der Werdegang:

von Carolin Pyzalski
veröffentlicht am 24. Januar 2020
Experimentelles 3D Drucken

Wir haben zwei der ungenutzten Ultimaker-BB-Nozzles der Wissenschaft geopfert und den Durchmasser massiv erweitert. Hier findet ihr die Ergebnisse und Einstellungen die wir bisher verwendet haben.

Größere Nozzles haben verschiedene Probleme und Möglichkeiten. Das größte Problem ist die Feedrate des Druckers. Da der Drucker mehr Masse erhitzen und transportieren muss kann der Feeder nicht sehr schnell arbeiten. Allerdings können die Schichthöhen massiv angehoben werden. Dadurch sinkt die Dauer eines Druckvorgangs für das selbe Objekt enorm. Je größer die Nozzle ist, desto weniger Maßhaltig wird allerdings der Druck.

Versuch 1 – 1mm Nozzle

Als erstes haben wir den eher moderaten Durchmesser von 1mm gewählt. Die Druckparameter sind da relativ üblich gewählt.

Temperatur: 230°C
Flow: 120%
LineWidth: 0.9mm
LayerHeight: 0.8mm
Speed: 50mm/s

Versuch 2 – 2mm Nozzle

Die zweite Nozzle haben wir mit 2mm massiv außerhalb der üblichen Werte modifiziert. Problem hier ist vor allem auch eine ungenaue Bohrung und eine nicht plane Nozzle-Spitze

Temperatur: 230°C
Flow: 90%
LineWidth: 1.2mm
LayerHeight: 0.8mm
Speed: 18mm/s

von joni
veröffentlicht am 24. Januar 2020
Acrylglas und Lasercutter

Für ein Projekt sollten mehrere farbige Acrylglasstücke passgenau ineinander gesetzt und verklebt werden. Die besondere Herausforderung bestand hierbei darin, diese Teile mit dem Lasercutter herzustellen, da aufgrund der Hitzewirkung des Lasers das Material aufschmilzt und die Spaltmaße entsprechend groß werden. Hierzu nun ein Erfahrungsbericht:

Verwendete Materialen:

  • transparentes Acrylglas (Evonik PLEXIGLAS® XT), 3mm Dicke
  • neonfabenes Acrylglas (Lucite) in grün, blau und orange, 3mm DickeV

Verwendetes Gerät:

  • Epilog Mini 60W Lasercutter

In ersten Versuchen wurden die Teile mit hoher Leistung und relativ langsamer Geschwindigkeit gelasert (Speed 20%, Power 100%, Freq: 2500, oder Speed: 15%, Power 70%, Freq: 5000). Das Material wird in einem einzigen Durchgang sauber geschnitten, erhitzt sich aber sehr stark (sogar auf dem gesamten Werkstück deutlich fühlbar nach dem Schneiden) und die Kanten schmelzen weit auf. Die Spaltmaße der Teile fallen entsprechend sehr groß aus, Passungen sind sehr schlecht. Kleine und feine Details im Werkstück fallen der Schmelzverformung zum Opfer.

Um das Schmelzproblem zu lösen, wurde die Geschwindigkeit deutlich erhöht (Speed: 60%, Power 70%, Freq: 5000 (3x lasern mit ausreichend Abkühlzeit dazwischen)). Hierdurch kann zwar das Material nicht mehr in einem Durchgang vollständig durchgeschnitten werden, aufgrund der deutlich kürzeren Einwirkzeit des Lasers heizt sich das Material jedoch nicht mehr spürbar auf. Die Schnitte werden deutlich klarer, schärfer und feiner. Insbesondere in spitz zulaufenden Schnitten ist dies sichtbar. Der Schneidvorgang wird mit unverändert liegendem Werkstück mehrfach wiederholt, bis der Schnitt das Material vollständig durchschnitten hat. Zwischen den Schneidvorgängen wird dem Werkstück ausreichend Zeit gegeben, um sich wieder etwas abzukühlen.

Nun sind auch feine, passgenaue Inlays aus Acrylglas gut herstellbar.

Achtung! Rissgefahr!

Durch den Lasercutter werden aufgrund der Wärmeentwicklung dennoch Wärmespannungen in die Schneidkanten eingebracht. Sollen die geschnittenen Teile anschließend verklebt oder aneinandergefügt werden, müssen die Fügeteile getempert werden um die Spannungen abzubauen. Andernfalls entstehen Spannungsrisse in den Klebekanten! Plexiglas wird bei 80°C für 2 bis 4 Stunden getempert (Ofen oder Inkubator). Die maximale Abkühlrate nach dem Tempervorgang darf 15°C pro Stunde nicht überschreiten, da sich sonst erneut Spannungen bilden

Die feinen Ausbrüche an der Klebekante im Plexiglas sind Spannungsrisse. Ursache ist der Temperaturschock in Laservorgang. Tempern schafft Abhilfe.

von David
veröffentlicht am 23. Januar 2020
Surreale Collagen

Das Geheimnis hinter digitalen Collagen ist gar nicht so komplex. Im Prinzip werden genauso aus unterschiedlichen Quellbildern Motive ausgewählt, ausgeschnitten und im Zielbild eingefügt, verändert, skaliert und verschoben und in der gewünschten Reihenfolge übereinander gelegt. Der große Vorteil ist natürlich, dass wir digital einige Tätigkeiten mit der Software einfacher machen und auch die Transparenz oder die Farbe des Motives verändern können. Die digitale Bildbearbeitung gibt uns weitere Veränderungsmöglichkeiten, als analog möglich ist.

Der Surrealismus zeigt uns die Traumhaftigkeit und Unwirklichkeit, als Gegensatz zu den traditionellen Normen. Die perfekte Thematik für Collagen mit Photoshop, denn wir können Motive nutzen, die gut zu bearbeiten sind, ohne, dass sie thematisch zueinanderpassen. Wir nutzen die Idee, dass die Künstlerin oder der Künstler in seinen Werken so wenig wie nur möglich mit seinem rationalen Denken und Überlegungen beschäftigt ist. Die Bilder sollten so weit wie möglich das Unbewusste und Übernatürliche ausdrücken.

Üben, üben, üben…

Damit wir uns während des Workshops mit der Technik vertraut machen können, hatte ich eine Übung vorbereitet. Dazu werden unterschiedliche Bilder bereitgestellt, die dann zu sehr ähnlichen Collagen zusammengebaut werden, mit einigen variierenden Parametern.

Unsere Grundfläche ist ein Bild mit einem grünen Feld, das erst hochkant zugeschnitten wird.

Das Foto der Hand schneiden wir mit dem Zauberstab-Werkzeug aus, was durch den weißen Hintergrund sehr einfach machbar ist. Die Farbe des Ärmels wird dann noch mit dem Farbe-ersetzen-Tool verändert.

Das Schiffchen schneiden wir mit dem Zeichenstiftwerkzeug aus, indem wir mehrere Punkte setzen. Über dem Schiffchen wird noch eine Seite aus einem Buch eingefügt und die beiden Ebenen werden ineinanderkopiert, sodass man das Schiffchen und die Schrift sieht.

Mit dem Ellipsen-Werkzeug zeichnen wir nun noch einen runden Kreis, damit sich die grünen Erbsen später auch vom grünen Hintergrund abheben.

Nun werden noch mit dem Schnellauswahlwerkzeug, die Erbsen kopiert und zwischen Hand und Schiffchen eingefügt.

kleine Pause … und selbst gestalten

Jetzt geht es an die eigenen Collagen. Fotos können mitgebracht werden oder im Fotostudio des Maker Space können noch einfache Motive vor weißer Leinwand aufgenommen werden. Oder tolle Bilder von der Seite pexels.com downloaden und weiterverwenden.

Auch bei den persönlichen Collagen wenden wir diesselben Werkzeuge und Funktionen an, wie in der Übung. Und als Ergebnis zeigen sich fantastische, individuelle Collagen.

von Carolin Pyzalski
veröffentlicht am 21. Januar 2020
Der FiloCut ist einsatzbereit!

In der Schule hat jeder schon ein Mal mit einem heißen Draht etwas aus Styropor gemacht. Doch das stinkt immer furchtbar und so richtig gut wird es ohne Übung auch nicht. Gut, dass wir einen CNC-Styroporschneider haben. Der stinkt zwar immernoch, aber die Maschine arbeitet schnell und präzise. Das Problem: Die Software. Wie immer mit CNC-Maschinen benötigt die Programmierung die längste Zeit. Besonders lange dauert es aber weil man a) jeden Vektor von Hand eingeben muss oder b) sich mit dem Import von Vektorgrafiken beschäftigen muss (hab ich irgendwann aufgegeben).
Warum es trotzdem nützlich ist, das Gerät zu haben?
Es ist einfache extrem schnell. Wenn man z.B. ein Automodell braucht, um im Windkanal Luftverwirbelungen festzustellen, kann der 3D-Druck eines einfachen Modells viele Stunden Dauern. Doch in den meisten Fällen reicht ein 2,5D-Modell, und das kann in Minutenschnelle aus Polystyrolschaum (z.B. Styropor/Styrodur) geschnitten werden. Außerdem ist das Arbeitsvolumen mit 400mm x 300mm x 200mm größer als das des Ultimaker S5!

Also, bevor du das nächste Mal einen 12-Stunden Druck startest, denk drüber nach, ob du diesmal nicht was Neues ausprobieren willst.

Eine Schachtel mit Fingerzinken. Im Nachhinein wäre es sinvoller gewesen, das ganze am Lasercutter zu machen (wer will schon eine Styroporschachtel?)…

von Julius
veröffentlicht am 9. Januar 2020
Baterang Leuchte

Ich glaube jeder kennt Batman und sein iconisches Symbol. Eine an den Himmel projezierte, stilisierte Fledermaus. Dieses Symbol ziert seit einigen Wochen auch die Wand am großen Tisch hinter der Kuschelbox. Eben diese Projektion diente Hannah als Inspiration für ihr erstes Projekt im Maker Space.

Nach einer kurzen Einführung in Fusion360 entstand ein selbst gezeichnetes Baterang aus Splines in einer Skizze. Diese Zeichnung wurde expoertiert und mit dem LaserCutter aus Acryl geschnitten. Und eigentlich sollte an dieser Stelle Schluss sein. Aber wir wären nicht der Maker Space wenn uns nicht noch eine Erweiterung einfallen würde.

Also kurz hinter Fusion geklemmt und eine kleine Halterung für das Plexiglas designed. Und wie immer ist alles etwas eskaliert.

Aus einer kleinen Halterung wurde eine Tischlampe mit RGB-LEDs in einer dunklen Holzfassung. Gefräst mit der CNC Fräse.

Dazu wurde das (eigentlich für den 3D Drucker entwurfene) Design in das CAM Modul geladen und die Bahnen erstellt.

Der erste Versuch scheiterte leider kurz vor dem letzten G-Code Befehl und eine untere Ecke splitterte weg. Zeit zu gehen und für den Abend Schluss zu machen.

Einige Tage später ist Hannah wieder im Maker Space aufgetaucht und wollte das Projekt unbedingt fertig machen. Also ging es mit leichten Modifikationen an den Bahnen wieder an die Fräse. Und dieses Mal war es ein voller Erfolg. Viele fliegende Spähne später lag eine ordentliche Schale aus Holz auf dem Tisch. Bereit für die Elektronik.

Die Elektronik besteht nur aus einem Arduino Nano und 15 SK6812-LEDs. Versorgt wird alles über USB. Eingebaut mit Heißkleber und natürlich alles ordnungsgemäß gefrickelt.

Auf den Arduino wurde der Testcode geladen. Den Code findet ihr auch auf Github. Es handelt sich um eine angepasste Version des FastLED-Standart Beispiel.

https://github.com/maker-space-experimenta/fastled-rgbw-led

Code für den Arduino

Danach wurden die zwei gefrästen Hälften aueinander geklebt. Dazwischen wurden 4 gelaserte Module geklebt um die LEDs zu halten und Platz für das Acrylglasteil zu machen.

Das fertige Werkstück ist eine super Tischdekoration. Leider nicht hell genug um wirklich als Lampe zu dienen aber immerhin schön genug um als Dekoration durchzugehen. Und definitiv 100% nerdig.

von joni
veröffentlicht am 9. Januar 2020
Fuchs-Stencils!

Da ich schon länger überlegt habe, diverse Gegenstände von mir und Oberflächen in meiner Wohnung zu dekorieren, habe ich ein paar Stencils für Sprühfarbe gebastelt. Und da ich sowieso ein Faible für Füchse habe, war natürlich auch das Motiv direkt klar.

von David
veröffentlicht am 13. Dezember 2019
“Utensilo” – Ein Einsteiger-Workshop in der Textilwerkstatt

Wenn man sich endlich mal vor eine Nähmaschine setzen möchte oder Zuhause eine geerbte stehen hat, aber das ganze gerne mit einem geschulten Blick über die Schulter angehen möchte. So ist ein Einsteiger-Workshop in der Textilwerkstatt genau das richtige. Am Schluss konnte dann auch jeder eine tolle und selbst genähten Utensilo mit nach Hause nehmen.

Begonnen haben wir den Workshop mit einer kleinen Exkursion in den Stoffladen um die Ecke. mit einer gelernten Schneiderin lassen sich dabei auch super über Textilien, deren Ursprung und Nachhaltigkeit oder über Schnittmuster schnacken. Jeder konnte sich dann das Textil seiner Wahl aussuchen. Egal ob dünnere Dekostoffe oder doch gleich feste Möbeltextilien. Für die dünnen Textilien haben wir auch gleich dicken Schaumstoffvlies (H 640) zum festigen mitgenommen.

Zuschnitt

Die Nähmaschine

Im Maker Space arbeiten wir mit den Pfaff Passport 3.0. Und die müssen natürlich erstmal eingefädelt werden…

Losnähen

Die fertigen Ergebnisse

von Carolin Pyzalski
veröffentlicht am 6. Dezember 2019
Heart Shaped Box

Als Verpackung für Hochzeitsringe wurde im aus einem Stück Eiche diese Box gefräst. Verwendet wurden die CNC Fräse für die Formgebung und der Laser Cutter für die Gravur des Deckels.

Die Box wurde als ersten als CAD Modell erstellt. Dazu haben wir aus dem Internet eine schöne Herzform herausgesucht und dann in Fusion die äußeren Konturen extrudiert. Mittels des “Schale” Tools wurde der Innenraum freigeräumt und die Auflage für den Deckel modelliert.

Die Programmierung der CNC-Fräse erfolgt mit Fusion360 CAM Modul. Genutzt wurde das Adaptiv Clearing aus den 3D Optionen um die äußere Form aus dem Material zu holen und die große innere Tasche der Innenseite freizuräumen.

Dabei wurde die unterste Ebene der Frässtrategie um 2 mm angehoben um das Werkstück nicht komplett zu lösen. Diese 2 mm wurden nochmal mit der 2D-Kontur Strategie entfernt. Dabei wurden Stege erstellt die das Modell halten und später von Hand entfernt wurden.

Die Oberseite des Deckels wurde im Laser mit einem floralem Muster verziert. Dazu einfach ein Muster entweder von Hand zeichnen oder im Internet etwas passendes suchen.

Zum Schluss wird alles geschliffen und mit Öl nachbehandelt. Zum einen um die Haltbarkeit zu erhöhen, zum anderen um eine dunklere Färbung zu bekommen.

von joni
veröffentlicht am 6. Dezember 2019
Silberring

Ich habe mir vorgenommen, dieses Jahr ein wenig früher mit den Weihnachtsgeschenken anzufangen. Und da selbstgemachtes immer noch am besten rüberkommt und ich noch vom letzten Nordseeurlaub ein paar kleine Bernsteine übrig hatte, habe ich mich dazu entschlossen einen Silberring zu fertigen.

von Leon
veröffentlicht am 17. November 2019
Von der Zeichnung zur Stickerei

Eigene Entwürfe auf Textil zu bringen ist eine der häufigsten Anfragen von Besuchenden im Maker Space. Eine Möglichkeit ist das Sticken. Dazu haben wir eine computergesteuerte Stickmaschine.

Üblicherweise beginnt der Prozess mit einer Handzeichnung auf Papier. Wichtig ist dabei, dass die Linien möglichst klar und deutlich sind. Außerdem wird es komplexer je mehr Farben in der Zeichnung vorhanden sind. Zweifarbige Zeichnungen sind vergleichsweise einfach.

Am Computer werden die Zeichnungen dann in Stickdateien umgewandelt. Dazu gibt es ein Tool in dem Pixelgrafiken vom Computer gelesen und dann nachbearbeitet werden können

Bevor das eigentliche Ergebnis bestickt wird ist es immer sinnvoll einen Probedurchlauf auf einem Teststück zu machen und eventuelle Schwachstellen zu finden.

Fertiges Ergebnis

von joni
veröffentlicht am 16. November 2019
Die Weitwinkel-Lochkamera

Lochkameras sind die einfachsten Kameras überhaupt. Entsprechend lag die Idee nahe, eine solche Kamera selbst zu bauen und eigene Versuche zur Photographie damit zu starten.

von David
veröffentlicht am 13. November 2019
Future Fashion – Workshop

“Was lange näht, blinkt endlich gut!” – Ganz nach diesem Motto haben wir am letzten Samstag unsere Zeit mit Stecken und Hacken und Nähen verbracht. Unser Ziel war es, selbst mitgebrachte Klamotten, Taschen oder Textilien zu upcyclen und mit bunt blinkenden LEDs zu verzieren. Am Schluss entstanden einige leuchtende Unikate, die jegliches Outfit aufbereiten. Der größte Vorteil der verwendeten elektronischen Teilen ist, dass diese komplett waschbar sind, natürlich ohne Batterie. Im Workshop entstanden eine Jeans mit leuchtenden LEDs am Taschenrand, ein T-Shirt mit LEDs und Schaltkreis in Blumenform, eine Tasche und ein blinkender Handschuh, ein Pulli, dessen Aufdruck verfeinert wurde, zwei herrliche Weihnachts-Strickpullover, deren Sterne und Lichterketten nun wirklich leuchten und weitere Pullover und T-Shirts.

Stecken und Hacken

Gearbeitet haben wir am Samstag mit einem Arduino LilyTiny, bunten LEDs, leitfähigem Faden, zu Beginn noch einigen Krokodilklemmen, einer 3V CR2032 Knopfzelle und einem Schalter. Dazu kamen dann noch Nadeln, natürlich die Textilien und ein Computer zum Programmieren.

Als ersten haben wir uns um die Schaltkreise gekümmert. Welche Kabel dürfen sich nicht berühren? Was sind die Vor- und Nachteile von Reihen- und Parallelschaltung? Wieviele LEDs sollen angesteuert werden? Diese Schaltkreise haben wir dann erstmal mit Krokodilklemmen ausprobiert. Funktionieren alles LEDs und wie wirken die Farben?

Design nähen

Als nächstes steht die Frage an, wie dieser Schaltkreis nun am ordentlichsten auf das Textil gebracht wird, ohne am Schluss verwirrt zu sein, ob der Faden nun negativ oder positiv gepolt ist.

Dann wurde fleißig genäht. Die LilyPad LEDs, sowie das LilyTiny und auch der Schalter lassen sich super von Hand annähen. Das leitfähige Garn ist zwar in großen Mengen etwas widerspenstig, lässt sich aber im Großen und Ganzen auch gut verarbeiten.

Programmieren

Das LilyTiny ist bereits programmiert, alle vier Pins sind unterschiedlich belegt.

Wer gerne einen eigenen Code programmieren wollte, und damit die LEDs mit einem individuellen Lichtmuster zum Leuchten bringen wollte, hat einfach eine Klemme und einen ATtiny-programmer genutzt.

von Carolin Pyzalski
veröffentlicht am 30. Oktober 2019
Reparier-Werkstatt: Der Dörrautomat

Als dann einer der drei Dörrautomaten komische Geräusche beim Trocknen machte, habe ich ihn mit in den Maker Space genommen. Schrauben raus … (Gut, dass wir ein vielseitiges Schraubendrehersortiment im Maker Space haben) … auseinander bauen … und was ist kaputt? Das Problem lag am Lüfter. Die Verbindung zum Motor ist abgebrochen.

von Carolin Pyzalski
veröffentlicht am 26. September 2019
Workshop “Die Farbe Blau – Färben mit Indigo”

Wir sind den Spuren des natürlichen Farbstoffes Indigo auf den Grund gegangen. Unsere Reise führte durch das Chemielabor, einer Kreativwerkstatt und einem Geschichts- und Kulturbuch. So umfangreich ist der blaue Farbstoff. Insgesamt ein toller Workshop mit wundervollen Ergebnissen.

von Carolin Pyzalski
veröffentlicht am 7. September 2019
Laterne mit RGBW-Leuchtmittel

Bei diesem Projekt handelt es sich um den Nachbau der Laterne von Amee House (https://www.ameede.com/fancy-chandelier-3d-puzzle-cnc-lasercut/)

Die Laterne wurde aus Polystyrolplatten gelasert und verklebt. Im innern werkelt ein ESP32 und steuert SK6812 LEDs an. So können Animationen und Leuchtintensität per WLAN gesetzt werden. Die LEDs habe einen Weißkanal und können so ein angenehmes warmes Licht abgeben.

von joni
veröffentlicht am 11. August 2019
Traumfänger – nach eigenem Design

von Carolin Pyzalski
veröffentlicht am 8. August 2019
Experiment 3D-Druck

Am Samstag war es mal wieder soweit und wir hatten einen unserer tollen und innovativen Workshops bei uns im Maker Space. Dieses Mal sind wir dem Werkstoff 3D-Druck auf den Grund gegangen. Experimentell haben wir 3D gedruckte Objekte verformt oder aufgeblasen und mit ungewöhnlichen Verarbeitungsweisen völlig neue Objekte erschaffen.

von Carolin Pyzalski
veröffentlicht am 7. August 2019
Textildruck Workshop im EHK-Gymnasium

Noch vor einem Jahr haben wir eine Werbemaßnahme mit dem Elly Heuß Knapp Gymnasium angeleiert. Ziel war es, neue Schüler für Code for Heilbronn e.V. zu gewinnen. Mittlerweile haben sich die Voraussetzungen geändert und die Werbeaktion ist jetzt für den Maker Space und mit dem Material des Maker Space der experimenta.

Der Workshop bestand aus dem kreativen Umgang mit Folienresten aus dem Maker Space. Die Reste wurden in Dreiecke geschnitten und konnten dann auf den Textilien angeordnet werden. Die Ergebnisse sind unglaublich vielfältig und bunt. Die Bearbeitungszeiten ebenso. Zwischen 20 Minuten und mehreren Stunden wurde an den T-Shirts und Beuteln gearbeitet.

Der Workflow ist dabei recht einfach. Aus verschiedenfarbigen Resten werden Dreiecke geschnitten. Außerdem können aus größeren Stücken Buchstaben und Formen geschnitten werden. Die Folienstücke werden dann auf das Textil gelegt und arrangiert. Die fertigen Werkstücke werden dann auf eine MDF-Platte gezogen und damit in die Transferpresse transportiert. Nach 30 Sekunden anpressen sind die Folienstücke fixiert und halten auf dem Untergrund. Nach dem Abkühlen kann die Schutzfolie vom Textil entfernt werden und die Farbfolie bleibt zurück.

Das größte Problem während des Workshop ist, dass die Ausrichtung der Folien sehr schwer zu erkennen ist. Daher liegen die Folienstücken oft auf der falschen Seite und werden statt am Textil an der Presse angehaftet. Daher empfiehlt es sich ein Backpapier oben auf zu legen. Dadurch muss die Presse seltener gereinigt werden und alles läuft flüssiger ab.

von joni
veröffentlicht am 23. Juli 2019
Mini-Roboter “Crawler”

Alle Dateien hier zum download: https://www.thingiverse.com/thing:3731351/files

Für einen Wettbewerb 2018 von Conrad Electronics haben wir bei Code for Heilbronn e.V. einen Roboter entwickelt. Der Roboter wurde entworfen um möglichst einfach gebaut ein möglichst breites Band an Geländeformen bewältigen zu können.

Für die Geländegängigkeit sind vor allem die speziell geformten Räder verantwortlich. In eine Richtung läuft das Rad verhältnismäßig ruhig und der Roboter kann sich schnell vorwärts bewegen. In die andere Richtung kann der Roboter sich im strukturierten Oberflächen verhaken und auch Steigungen gut überwinden.

Die Räder sind in Fusion360 erstellt und dann aus TPU gedruckt. TPU ist flexibles und abriebsfest und damit sehr gut geeignet.

Der Body besteht aus gelasertem MDF. Im Design sind vier äußere Schächte und eine mittlere große Bucht vorgesehen. In der Mitte ist der Akku und der Lagesensor untergebracht. Auf zwei der äußeren Schächte befinden sich der Controller und der StepDown für die Stromversorgung. Betrieben wird der Roboter mit einem 2S Lithium Polymer Akku. Der Stepdown ist ein LM2596 und als Microcontroller arbeitet ein Wemos D1 Mini (ESP8266).

Angetrieben wird alles von vier Continous Rotation Servos. Im Roboter können dabei HSR-1425CR oder baugleiche Servos eingesetzt werden. Jeder Servo wird dabei vom Controller separat angesteuert. Dadurch und durch die Form der Räder ergibt sich ein eher watschelndes Laufbild des Roboters.

von joni
veröffentlicht am 5. Juli 2019
Pokale für den Solarmobilbauwettbewerb

Nach zwei Jahren Pause wurde im Juni 2019 wieder der Solarmobilbauwettbewerb der experimenta Heilbronn ausgetragen. Die beiden Pokale für die Kreativpreise, die für besondere Innovation, technische Versiertheit oder schönes Design vergeben werden, haben wir im Maker Space gefertigt.

Einer der beiden Pokale nach der Fertigstellung

Die Pokale bestehen jeweils aus einem Sockel aus Eichenholz, einem farbigen Schriftzug „Kreativ“ aus grünem Acrylglas (6mm stark) und einer transparenten, gravierten Acrylglasplatte (3mm stark).

Handskizze und fertiger Schriftzug

Eine Handzeichnung lieferte die Vorlage für die Vektorzeichnung, welche nach dem Scan in Corel Draw erstellt wurde. An der Kontur habe ich mich manuell „entlang geklickt“.

Das Layout für die “Frontscheibe” habe ich direkt in Draw angelegt.

Schriftzug und Platte wurden mit dem Lasercutter geschnitten bzw. graviert. (Beim gravieren empfehle ich immer einige Einstellungen bezüglich Geschwindigkeit und Leistung zu testen, um Werte zu finden, die ein schönes Ergebnis liefern.)

Mit unserer kleinen Bohr/Fräs-Kombimaschine habe ich die beiden Nuten mit einem Schaftfräser manuell und in mehreren Durchgängen in den Sockel geschnitten. (Bei diesen handelt es sich übrigens um Parket-Klötzchen, die im Neubau der experimenta verlegt wurden. Aber ich habe keine Böden beschädigt, sie waren noch übrig).

Die Acrylglas-Teile sind zum Schluss in die Nuten eingepresst worden, wobei ich auch ein wenig Heißkleber zum Einsatz gebracht habe.

von Andreas
veröffentlicht am 4. Juli 2019
Sushi

Im Makerspace entstehen nicht nur langlebige Objekte, sondern auch Dinge, die man sofort aufessen kann.
Letzten Donnerstag zum Beispiel haben wir zusammen Sushi selbst gemacht. Kris hat diesen Workshop vorbereitet und in diesem Zug Zutaten eingekauft und vorbereitet. Messer, Brettchen und Schalen hat sich jeder selbst mitgebracht.

von Leon
veröffentlicht am 27. Juni 2019
Ein Ensemble zum Wegpusten – 2019

Mit dem Wunsch nochmal zu siebdrucken wurde am Rechner, als Motiv, eine Feder entworfen. Des weitern wollten wir ausprobiern, ob man die Schablone, aus Backpapier, lasern kann.

von Clara
veröffentlicht am 15. Juni 2019
Der Baum – unsere Garderobe

Eine Garderobe hat im Maker Space gefehlt. Also haben wir los gelegt, ein Design entworfen und schonmal grob am Computer mit Fusion 360 konzipiert. Angelehnt ist das Design an einen Baum mit auswachsenden Ästen. Damit der Baum nicht einfach umfällt, haben wir ihn in einen Betonsockel gegossen.

von Carolin Pyzalski
veröffentlicht am 9. Juni 2019
Siebdruck

Beim Siebdruckverfahren wird die Druckfarbe mit einer Rakel durch ein feinmaschiges Gewebe hindurch auf das zu bedruckende Material gedruckt.
Jede Farbschicht des Designs bedeutet ein neuer Druckvorgang. Also müssen mehrere Schablonen je nach Farbe angefertigt werden und die Farben dann nach und nach aufgetragen werden.

von Carolin Pyzalski
veröffentlicht am 6. Juni 2019
Yogamattentasche

Als Geburtstagsgeschenk eine Yogamatte gekauft und im Maker Space, mit einer der Nähmaschiene und ein wenig Stoff, eine passende Tasche genäht und somit das Geschenk um eine praktisches Accessoires ergänzt.

von Clara
veröffentlicht am 15. Mai 2019
Einführung Arduino mit PlatformIO

Dieser Artikel ist die Aufzeichnung eines Arduino-Einführungsworkshop inkl. aller Beispielprogramme und einiger kurzer Erklärungen. Der Workshop findet regelmäßig Samstag Vormittag statt. Termine sind am besten im Maker Space zu erfragen, da sie aktuell noch nach Bedarf gemacht werden.

Im Maker Space haben wir verschiedene Bauformen von Microcontrollern vorrätig. Jeder hat seine eigenen Besonderheiten und Einsatzgebiete.

  • Arduino Uno – Einsteigermodel, Relativ viele Pins
  • Arduino Mega – Sehr viele Pins, sehr große Bauform
  • Lillipad – Wasserfest, für den Einsatz in Textilien
  • Arduino Nano – klein und günstig
  • ESP32 – WLAN und Bluetooth

Für den Workshop wird der Arduino Nano eingesetzt. Grund dafür ist, dass dieser Microcontroller verhältnissmäßig günstig ist (China ca 1€, Deutschland cs 10€).

Als Entwicklungsumgebung wird im Workshop Visual Studio Code (Download) mit dem Plugin PlatformIO (Dokumentation) verwendet. Gegenüber der Arduino IDE (Download) bieten sich verschiedene Vorteile. Zum einen ist die Unterstützung inklusive Treiber auch für günstige Boards direkt mitgeliefert. Autokorrektur und übliche IDE-Features wie Code-Verfolständigung, Syntax-Highlighting, markieren von Syntaxfehlern werden direkt von VSCode übernommen. Einfaches uploaden und automatische Portauswahl bringt PlatformIO mit

Installation und Einrichtung

Die Installation von Visual Studio Code ist über den Installer von der Website und wird hier nicht groß erklärt.

PlatformIO ist ein Plugin für VSCode und wird innerhalb des Editors installiert. Dazu muss zuerst Visual Studio Code gestartet werden.

Visual Studio Code Startbildschirm

Danach muss zuerst das Plugin installiert werden. Dazu öffnen wir links im Menü den Bereich Extensions.

Reiter für Plugins öffnen

Danach müssen wir das Plugin suchen und installieren. Dazu oben in die Suche den Begriff “PlatformIO” eingeben und beim Plugin “PlatformIO IDE” auf install klicken.

Plugin suchen und installieren

Jetzt müssen wir warten, bis das Plugin fertig installiert ist. Anschließend Visual Studio Code neu starten. Nach dem Neustart werden noch einige Dinge installiert. Sobald alles abgeschlossen ist und der PlatformIO Startbildschirm angezeigt wird können wir loslegen.

Wenn die Installation erfolgreich war, wird in der unteren linken Ecke ein kleines Haus-Symbol angezeigt. Dieses Symbol öffnet auch den PlatformIO-Startbildschirm

Projekt anlegen

In dem PlatformIO Startbildschirm haben wir unterschiedliche Werkzeuge zur Auswahl. Wir können zuerst ein neues Projekt anlegen. Dazu klicken wir auf “New Project”. Im folgenden müssen wir einen Projektname festlegen, unser Board und das Framework auswählen und den Speicherort bestimmen. Für den Workshop ist das Board der “Arduino Nano ATmega328” und als Framework setzen wir Arduino ein. Das Projekt wird standardmäßig im Benutzerverzeichnis unter Dokuments/PlatformIO/Projects gespeichert.

Neues Projekt anlegen

Sobald das erledigt ist und der Projektwizard das Projekt fertig initialisiert hat können wir uns im Explorer das Projekt ansehen. Der Explorer ist im linksn Menü zu finden und zeigt alle Dateien des Projekts in einer Baumstruktur an. Für den Einstieg interessiert uns der Ordner “src” in dem wir die Datei “main.cpp” finden. Diese Datei können wir durch Doppelklick öffnen.

Explorer und main.js

Beispielprogramme

In die main.cpp kommt unser Programmcode. Im Folgenden sind die drei Beispielprogramme aus dem Workshop. Jedes Arduino-Programm beginnt mit zwei Funktionen.

Die Setup-Funktion wird beim starten des Arduino ausgeführt. In dieser Funktion werden alle Definitionen und Initialisierungen ausgeführt. Viele Bibliotheken bringen Setupfunktionen mit, die hier aufgerufen werden müssen z.B. FastLed mit FastLED.addLeds<NEOPIXEL, 6>(leds, 1);

Die Loop-Funktion wird endlos lange immer wieder nacheinander aufgerufen. Immer wenn die Loop beendet wurde beginnt ein neuer Aufruf. Alle Logik, die wir von unserem Microcontroller ausgeführt haben wollen werden wir in diese Funktion implementieren.

Blinkende LED

Auf dem Arduino Nano ist eine LED direkt auf dem Board verbaut. Diese kann für einfache Funktionstests und kleine Beispiele verwendet werden. Die Konstante LED_BUILTIN enthält den Pin dieser LED. Das Programm setzt im Setup diesen Pin als output um dann in der Loop den Pin abwechselnd auf High und Low, also an und aus, zu setzen.

#include <Arduino.h>

void setup() {
  pinMode(LED_BUILTIN, OUTPUT);
}

void loop() {
  digitalWrite(LED_BUILTIN, HIGH);
  delay(100);
  digitalWrite(LED_BUILTIN, LOW);
  delay(100);
}

Debug mit Serial

Um zu überwachen, was unser Arduino tut gibt es verschiedene Optionen. Eine sehr einfache ist die Ausgabe von Daten über den Serial-Port. Diese Daten können wir am Computer über den Serial Monitor anzeigen. Der Serial Monitor wird mit dem Stecker-Icon unten links gestartet.

Der folgende Sketch zählt in der Loop immer weiter nach oben und gibt den Wert über Serial aus. Dazu wird zuerst eine Variable vom Typ “int” mit dem Name “tick” definiert. Im Setup wird die Geschwindigkeit der Serial-Kommunikation auf 9600 Baud festgelegt. In der Loop wird dann tick immer weiter hochgezählt und über Serial an den Computer gesendet.

#include <Arduino.h>

int tick = 0;

void setup() {
    Serial.begin(9600);
}

void loop() {
    Serial.println(tick);
    tick++;    
}

Ampel

Als drittes Beispiel programmieren wir eine kleine Ampel. Neben der Programmierung kommen hier noch einige elektronische Komponenten ins Spiel. Für das Beispiel werden Vorwiderstände und LEDs in drei Farben benötigt. Aufgebaut wird alles auf einem Breadboard.

Der Code ist eine sehr einfache Variante einer Ampel. Mithilfe des Befehl “delay” wird die Ausführung pausiert und die Ampelphasen nach einer kurzen Wartezeit umgeschaltet.

#include <Arduino.h>

#define D3  3
#define D4  4
#define D5  5

void setup() {
    Serial.begin(9600);

    pinMode( D3, OUTPUT);
    pinMode( D4, OUTPUT);
    pinMode( D5, OUTPUT);
}

void loop() {

    digitalWrite( D3, HIGH);
    digitalWrite( D4, LOW);
    digitalWrite( D5, LOW);

    delay(5000);

    digitalWrite( D3, HIGH);
    digitalWrite( D4, HIGH);
    digitalWrite( D5, LOW);

    delay(2000);

    digitalWrite( D3, LOW);
    digitalWrite( D4, LOW);
    digitalWrite( D5, HIGH);

    delay(10000);

    digitalWrite( D3, LOW);
    digitalWrite( D4, HIGH);
    digitalWrite( D5, LOW);

    delay(2000);

    digitalWrite( D3, HIGH);
    digitalWrite( D4, LOW);
    digitalWrite( D5, LOW);

    delay(10000);
}

von joni
veröffentlicht am 14. Mai 2019
Silberschmuck kreieren

Beim letzten Workshop sind spannende und ganz individuelle Silberschmuckstücke entstanden.

von Carolin Pyzalski
veröffentlicht am 10. Mai 2019
Anwesenheits-Terminal

Der Maker Space ist eines der neuen Formate bei uns in der experimenta – entsprechend ist es relevant für uns herauszufinden wie gut es angenommen wird. In der Vergangenheit wurde bei Code for Heilbronn die Besuchsstatistik per WLAN erfasst. Dazu wurden die Anwesenden über die MAC-Adressen ihrer Clients identifiziert.

In der experimenta geht das aus Datenschutzgründen nicht mehr ganz so einfach. Grund genug sich Gedanken über ein neues System zu machen. Da wir im Maker Space die Ausweise für regelmäßige Besuchende haben, lag es nahe einen Ansatz zu wählen in dem die Ausweise genutzt werden.

Die Ausweise sind Karten mit dem Name und einem Bild der Besuchenden. Außerdem verfügen die Karten über Mifare und sind per NFC auslesbar. Entsprechend besteht die neue Lösung aus einem ESP8266 und einem NFC-Breakout-Board. Dazu einige LEDs und ein 3D-gedrucktes Gehäuse.

Vom Ablauf her ist es, wie man es aus jedem Unternehmen mit Zeiterfassung kennt. Die Besuchenden halten bei der Ankunft im Space ihren Ausweis an das Terminal. Dadurch wird ein Request an den entsprechenden Service gesendet und der User als anwesend markiert. Beim verlassen des Maker Space wird der Ausweis abermals an das Terminal gehalten. Der Besuchende wird ausgeloggt und wir haben die Anwesenheitszeiten. Sollte ein User vergessen sich auszuloggen, wird er automatisch nach 10h ausgeloggt.

Als NFC-Modul wurde ein PN532 Breakout Board verwendet. Es verfügt über eine SPI-Schnittstelle und eine entsprechend große Antenne um auch mit entsprechend Abstand gut zu funktionieren.

Als Hirn des Terminals werkelt ein Wemos D1 lite. Er ist günstig und verfügt über WLAN. Das ist nötig um die Daten an den Server zu senden, macht allerdings auch einiges an Kopfzerbrechen (zumal das WLAN hier hin und wieder ein wenig speziell ist und bei 70% RSSI die Verbindung abbricht).

Auch in diesem Projekt durfte die bunte Beleuchtung nicht fehlen. Entsprechend sind 12 WS2812b LEDs verbaut. Neben einer bunten Animation im Ruhezustand signalisieren sie auch den Erfolg und Misserfolg beim ein- und ausloggen und quitieren mit einer Kommen/Gehen-Animation.

Aber nicht nur das WLAN selbst ist problematisch. Vor allem inteferiert der NFC-Reader sehr stark mit dem WLAN Chip. Die Lösung besteht darin, dass der NFC-Reader beim Senden von Daten per Software deaktiviert wird

Am Server hinter dem Terminal wird aktuell noch viel gewerkelt. Aller Code befindet sich auf Github

https://github.com/maker-space-experimenta/nfc-checkin-terminal

https://github.com/maker-space-experimenta/nfc-checkin-terminal-backend

von joni
veröffentlicht am 30. April 2019
Ananas

Eine Laptoptasche selbst gemacht. Stoff beim netten Textilhändler um die Ecke besorgt und schon konnte Ich im Maker Space loslegen. Genutzt habe Ich die Nähmaschine und die Overlock, zum einfachen Versäumen und Abschneiden des leicht ausfransenden Stoffes.

von Carolin Pyzalski
veröffentlicht am 25. April 2019
Wölfe mit LED Augen

Das Projekt wurde als ein Abzeichen, für die Wölflinge der Pfadfinder entworfen. Mittlerweile ist es aber zu einem beliebten Bastel-Projekt für junge Menschen (vor allem 8-12 Jahre) geworden. Als löt-freies Bastelprojekt eignet er sich super um auf Events oder im Unterricht kleine Erfolgserlebnisse im Umgang mit Technik zu erreichen.

von joni
veröffentlicht am 20. Januar 2019

© experimenta gGmbH – Das Science Center. Alle Rechte vorbehalten.

Experimenta-Platz, 74072 Heilbronn, Tel.: +49 (0) 7131 88795 - 0,
info@experimenta.science


Bildnachweise