verfasst, am 27. März 2020 von Jonathan Günz

FaceShields aus dem 3D Drucker

Zusammen mit vielen anderen Makern und Makerinnen aus der ganzen Welt drucken wir im Maker Space aktuell Face Shields für Notärzte, Arztpraxen, Polizeiärzte und andere medizinische Stellen. Was wir tun und eine Anleitung zum selbst Drucken kommt jetzt in diesem Blogeintrag.

Bei uns ist das ganze gestartet als es die ersten direkten Anfragen und Kontakte zu Ärzten und Notärzten gab. Das alles ging bei uns mit der Anfrage von Christian Strunz von HonMed richtig los. Über ihn ist die Druckdatei von Hannoch Hemmrich zu uns gekommen. Es handelt sich dabei um eine Version, die durch den 3D-Druck Stammtisch Neuenstadt angepasst und verstärkt wurde.

Material für die Folie

Experimentiert haben wir vor allem mit Büromaterial was eben da war. Zuerst mit Laminierfolie – da ist der Nachteil, dass sie immer leicht wellig ist und erst durch den Laminierer geschoben werden muss. Außerdem ist sie nicht 100% transparent.

Besser geeignet sind BindingCovers für Ringbücher. Wir haben die 200er Varianten also Folie mit 0.2mm Stärke in A4 verbaut. und damit sehr gute Erfahrung gemacht.

Die Druckdatei

Aktuell drucken wir vor allem FaceShields und versuchen da immer 20-30 Stück auf Lager zu haben. Die Dateien haben wir von HonMed – leider ist die genaue Quelle der Konstruktion für uns nicht mehr zu ermitteln.

Edit: Aus der Community wurde mit der Urheber der Datei zu getragen. Danke dafür. Das Modell ist von Hannoch Hemmerich und kann hier heruntergeladen werden

Wir drucken aktuell alles aus PLA in den Farben, die wir eben gerade da haben. Wir verwenden dazu die 0.8mm Nozzles in den Ultimakern (https://makerspace.experimenta.science/devices/ultimaker-3-extended/) und können so ca 2 Stunden pro Bauteil rechnen.

Nach dem druck wird der Brim (das Material außen um das eigentliche Bauteil) entfernt.

Der Schlitz für die Folie muss mit einem Messer geöffnet werden, da sich dort drin immer wieder kleine Verbindungen absetzen. Dazu gehen wir mit einem stabilen, dünnen Messer einmal durch den gesamten Spalt. Danach muss die Maske aufgebogen werden und die Folie wird eingesetzt.

Über den Autor

Jonathan Günz

Ich bin joni - Festangestellt im Maker Space - kümmere mich um alle Fragen, vor allem aber Programmierung, Technik, 3D Druck, Rapid Prototyping - außerdem noch gerne in der Holzwerkstatt unterwegs. Im Maker Space findest du mich überall und nirgends. Wenn ich privat da bin sitze ich meistens an einem der Projekttische am Laptop.

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